Folge 159 Christian Diewald - (1/2): Stadler Rail Austria
Shownotes
Mehr zu Stadler Rail Austria findest du auf der Website: https://www.stadlerrail.com/de
Hier erfährst du mehr über Christian Diewald
Wir sind Business Gladiators
Wir sind Partner für CEOs, die Großes vorhaben. Und helfen ihnen dabei, ihre Unternehmen - und Teams - dafür auf Kurs zu bringen. Ob strategisch, kulturell oder beides: Wer Transformation schaffen will, braucht Kraft. Schubkraft. Denn nur wenn alle mitziehen, dreht sich was. Dazu braucht es mehr als Berater. Es braucht einen zusätzlichen Motor im Getriebe. Dieser Motor sind wir.
Wenn du mehr über uns und unsere Arbeit erfahren möchtest, schau gerne auf unserer Website vorbei:
Transkript anzeigen
00:00:00: Und da war ganz klar, die Leute müssen die Stadler-DNA vor Ort spüren in einem Berg.
00:00:05: Christian Diewald, Geschäftsführer von Stadla Austria ist bei mir.
00:00:09: Ob Westbahn, ÖBB oder die Grazer Straßenbahn – fast jede Österreicherin war schon in einem Zug von Stadelern unterwegs.
00:00:16: Stadlar Rail ist einer der erfolgreichsten schienen Fahrzeugbauer der Welt mit mehr als siebzehntausend Mitarbeiterinnen.
00:00:22: Heute hörst du wie Christian und sein Team die technologische Transformation antreiben und für Kundinnen in Österreich umsetzen.
00:00:30: Jetzt in Liedes of Transformation.
00:00:32: Ich bin Alexander Zauner, los geht's!
00:00:36: Christian es ist ein riesen Glück, eine große Serie dass wir dich da als Geschäftsführer von Stadler in Österreich bei uns im Podcast ja als Gast haben dürfen.
00:00:45: vielleicht erzähl mal zum Staat worauf liegt den Fokus gerade?
00:00:48: was machst du doch bei Stadle in Österreich?
00:00:51: Ja Alexander herzlichen Dank für die Einladungen.
00:00:53: freue mich auch das ich hier sein darf.
00:00:57: Bin jetzt seit vier Jahren Geschiffsführer vom Stadlar in Österreich.
00:01:00: ist eine ganz tolle Aufgabe.
00:01:04: für die, die jetzt vielleicht mit Stadler-Rail nichts anfangen können.
00:01:09: Ich würde sagen, die meisten haben unsere Produkte schon benutzt.
00:01:13: Stadlar ist einer der größten Schienenfahrzeughersteller in der Welt.
00:01:17: In Österreich ist die Westbahn von uns.
00:01:19: Maria Zellerbahn, Schaffbergbahn, Schneebergbahn und Straßenbahnen Graz.
00:01:23: Also ich würde sagen man fährt öfter Stadla als man glaubt.
00:01:27: Und seit vier Jahren darf ich eben den Geschäftsführer für Startlein Österreich machen.
00:01:33: Wir haben damals einen komplett neuen Standort gegründet, ich war damals wirklich eine One-Menschel ohne Büro und durfte diese Niederlassung hier aufbauen was richtig viel Spaß gemacht hat und nach wie vor macht.
00:01:48: und der Erfolg der letzten vier Jahre glaube ich zeigt auch dass wir nicht alles falsch gemacht haben.
00:01:53: Ich
00:01:53: wollte gerade sagen... ... ist eine unfassbarer Volksgeschichte, die du da in Österreich mit deinem Team hinlegst.
00:01:59: Ich muss trotzdem sozusagen am Anfang anfangen... Du hast vor vier Jahren gestartet, warst ja davor bis dir sozusagen ein Schienen- oder Mobilitätsprofi, was davor bei internationalen Konzernen unterwegs.
00:02:09: Jetzt hast du dann losgekriegt, du sagst mit neuem Standard?
00:02:11: Was war so das Erste, wo du geschauerst hast, dass du mal Gippen startelst in Österreich?
00:02:14: Was waren so deine ersten Schritte?
00:02:16: wie du die Firmen sozusagen den Standard gebaut hast?
00:02:20: Ja, wie du sagst in unserer Branche würde ich wahrscheinlich schon als Puffer-Küsse durchgehen.
00:02:24: Also ich bin schon zwanzig Jahre jetzt in der Bahnindustrie und habe davor für andere Schienenfahrzeughersteller gearbeitet.
00:02:31: das heißt glaube ich hab in der Industrie schon sehr viel gesehen.
00:02:35: also es gibt wenig Sachen die mich überraschen.
00:02:39: Das Besondere von meinem Wechsel vom letzten Arbeitgeber zu Stadler war dass ich wirklich am einunddreißigsten Mai bei dem einen raus gegangen bin und am ersten Junge angefangen etwas ungewöhnlich in der Position, aber wenn Staatler etwas will dann passiert es meistens auch.
00:02:56: Und das ist in dem Fall wirklich eine sehr spannende Situation gewesen weil ich bin im Prinzip am nächsten Tag eine andere Firma reingegangen.
00:03:06: Die haben das gleiche Produkt gemacht.
00:03:09: Ich habe damals immer gesagt die Schienenfahrzeughersteller machen alle das Gleiche wir bauen alle Züge Aber bei Stadler ist dann doch ein gewisser Spirit oder die Unternehmenskultur, die Atmosphäre eine andere.
00:03:25: Und das war ja auch ein kleines Versuchsprojekt muss man sagen.
00:03:31: Normalerweise ist es bei Stadelern immer so, wenn man kauft mehr oder weniger einen fixfertigen Standort also wie Valencia hat man einfach den ganzen Werk gekauft mit bestehender Infrastruktur, bestehende Organisationen.
00:03:46: Stadler Österreich war das erste Mal, dass man gesagt hat okay wir machte etwas komplett von null auf.
00:03:51: Und... Das war dann durchaus auch nicht ganz einfach zu beginnen weil es was Neues war und das wissen wir alle.
00:03:58: Wenn in einer Organisation was komplett neu gemacht wird dann kommen wir mit der ersten Reaktion Was passiert da?
00:04:03: Und was soll das ja?
00:04:06: Ich habe schon seit lange gedauert, dass wir uns da einen Namen verschafft haben in der gesamten Organisation.
00:04:13: Aber ich glaube mittlerweile ist uns das wirklich gut gelungen und jeder versteht es mittlerweile, was die Idee damals war von Peter Spula und mir.
00:04:21: Dass wir hier einen Standort gründen, dass wir nahe am Kunden sind und hier praktisch die Aufträge vor Ort unterstützen in der Abwicklung aber hauptsächlich eben Repräsentanz- und Verkauf machen.
00:04:35: Du hast von der Kultur, von der Statler DNA eingangs jetzt gerade gesprochen Und es ist ja spannend, weil das ein Familienunternehmen und gleichzeitig ein Weltkonzern.
00:04:45: Viele sind nur Familienunternehmer oder nur Weltkonzerne.
00:04:50: Wie spürt man das?
00:04:52: Du kennst doch tatsächlich immer noch die Eigentümerfamilie.
00:04:55: haben wir im Vorgespräch auch geredet?
00:04:57: also wie spürte man das ?
00:04:59: Ja ich glaube dass ist der wesentliche Unterschied jeder schönen Fahrzeughersteller Bautzüge.
00:05:06: Wir haben dann nicht nur das für Züge bauen, sondern wir haben noch einen Eigentümer Peter Spuler der einfach ein Unternehmer ist wie man sich ihn vorstellt.
00:05:16: Der hat das Unternehmen aus dem Jahr neunundachtzig mit achtzehn Mitarbeiter übernommen und Ende dieses Jahres werden wir die achtzehntausend Euro Mitarbeiterinnen-Mitarbeiter schranke mehr oder weniger knacken.
00:05:28: Das ist eine Entwicklung.
00:05:30: wenn man den Peter Spula trifft, dann weiß man warum das passiert ist Und ich glaube, dieses Mindset gelingt Ihnen unglaublich gut, dass er das in sein Team reinbringt.
00:05:45: Ein Tag mit Peter Spula ist eigentlich, du recharge deine Batterien komplett, weil der Mensch so viel Energie hat und die Beschleunigung in der Entscheidung und in dem was wir tun Das ist einfach ein wesentlicher Unterschied und das wird hauptsächlich durch diese Stadler DNA, wir quatschen nicht herum sondern wir machen getragen.
00:06:08: Ich wollte gerade
00:06:09: sagen, ist zum Beispiel die Macher-Mentalität oder diese Macherinnen-Mentorität eins davon?
00:06:13: Da habe ich den Eindruck.
00:06:14: Ja es gibt ja den Slogan der Peter Spulachs selbst immer wieder sagt geht nicht, gibts nicht!
00:06:21: Oder einfach machen.
00:06:23: Und das wird gelebt... Das ist ein bisschen so die Gradwanderung, auf dem wir uns gerade zubewegen.
00:06:28: Weil man eben kein KMU mehr sieht sondern einen Weltkonzern.
00:06:33: das hat Vorteile und Nachteile.
00:06:34: also deine oder andere Prozess wird uns sicher auch nicht schaden.
00:06:38: Schaden ist auch wieder eine Erfahrung vom Aufbau jetzt in Wien.
00:06:42: wenn da als Bewerber kommen aus renommierten Häusern die extrem prozessgetrieben sind Und die fragen am ersten Tag einmal nach einem Prozesshandbuch dann schläft ihnen meistens das Gesicht ein
00:06:54: Das gibt es in der Größe noch nicht in der Art.
00:06:57: Genau, das gibt's in der Grösse.
00:06:58: Wie andere das vielleicht schon haben?
00:06:59: Ja und das ist auch gar nicht das Ziel.
00:07:01: also wir sagen auch immer Wir brauchen gewisse Prozesse.
00:07:05: aber das was Stadler groß gemacht hat ist die Flexibilität Und das ist halt immer eine Gradwanderung prozess versus flexibilität.
00:07:13: und die Flexabilität müssen wir uns erhalten weil ein sehr großen Teil des Umsatzes machen wir mit mit Projekten wo wir einen Zug oder eine Lokomotive bauen Und wenn du jetzt eine Lokomotive durch ein Prozesshandbuch über tausend Fünfhundert Seiten durchschläfst, dann wirst du nie jemanden finden, der dir das abkauft.
00:07:32: Das ist sicher eine der großen Unterschiede zu anderen Herstellern.
00:07:37: Du sagst, dass die Aufbauphase in Wien aufgebaut hat?
00:07:40: Was waren so die ersten Schritte?
00:07:41: oder was ist ja bis jetzt wichtig?
00:07:43: Dass der Dabau auch spannende Entscheidungen getroffen, zum Beispiel im Bezug aufs Office, wo das ist und wie es ausschaut?
00:07:49: Vielleicht holt uns da kurz rein!
00:07:51: Ja also... Die Office-Geschichte hat damit begonnen, dass ich das erste Monat von zu Hause ausgearbeitet habe.
00:07:57: Weil wir noch kein Büro gehabt haben.
00:08:00: Ich bin mir schon vorkommen wie ein Immobiliermarkler ja selbst genau wusste wo Büros in der Stadt so haben sind war auch eine spannende Phase.
00:08:08: Er hatte relativ wenig mit Zügels Tun gehabt da zu Beginn und dann haben wir einen Büro gefunden im ersten Bezirk in der Hegelgasse und da haben wir uns mal zweihundertsechzig Quadratmeter angemietet.
00:08:22: Das war einfach ein großer Besprechungsraum und zwei, drei Büros.
00:08:26: Es war überschaubar!
00:08:28: Und wenn wir mit der Einrichtung dieses Büros fertig waren ist auch wieder Peter Spula und unser CEO nach Wien gekommen haben sich das angeschaut und dann gesagt ja schaut gut aus in Wien gibt es eine durchaus interessante Landschaft an Ingenieuren.
00:08:43: Es sind zwei andere Schienenfahrzeughersteller hier große Standorte.
00:08:47: Schauen wir doch einmal ob die nicht zu uns wechseln wollen.
00:08:51: Wir brauchen fünfzig Ingenieurinnen.
00:08:53: Und ich war ja damals wirklich voller Tatentrank und ich habe einfach gespürt, ich bin nach zwanzig oder nach sechzehn Jahren damals Bahnindustrie bin jetzt in einem Unternehmen angekommen das eigentlich meine Stärken auch nutzen kann nämlich schnelle Entscheidungen...
00:09:09: Wollet ihr es auf die Straße haben?
00:09:10: ...durchsetzen, ja!
00:09:12: Und hab das dann in der Sekunde zugesagt, kann man gut erinnern, bin dann heimgefahren am Abend und hab mit einem guten Freund früher Personalchef bei einem der schönen Fahrzeughersteller war, gesprochen und gesagt habe ich gleich so gesagt, dass man innerhalb von ein Jahr fünfzehn Ingenieure einstellen hat er gesagt.
00:09:29: Ich hoffe nur, dass du das nicht schriftlich hast.
00:09:32: Und dann sage ich, na ja, es ist alles fixiert, das müssen wir jetzt schaffen.
00:09:35: Der hat dann gesagt, ihr müsst das ganze Ding jetzt einfach neu denken wie du das machen willst.
00:09:40: Das war echt eine spannende Phase.
00:09:42: Ich würde sogar sagen, die spannendste lustigste intensivste Phase in meinem Berufsleben.
00:09:50: Wir waren dann nämlich, du hast vorher gesagt Familienunternehmen Großkonzern.
00:09:54: Ich setze noch einen drauf wir wandern das Startup im Großkonzern.
00:09:58: Wie ihn sozusagen den Start-up Innovations Hub gebaut habt?
00:10:01: Genau!
00:10:02: Wir haben einfach gesagt okay jetzt müssen irgendwie anders sein.
00:10:06: Das ist eines meiner Gräder auch.
00:10:09: Wir haben dieses Marketingbudget von anderen.
00:10:11: Wir investieren das Geld woanders d.h.
00:10:13: Sie müssen uns anders abkoppeln von denen und von den andern.
00:10:19: Als erstes haben wir gesagt, okay, wir haben ein Büro im ersten Bezirk.
00:10:22: Das schlechten wir voll aus.
00:10:23: Perfekte Verkehrsanbindung, Lebensqualität ... Du kannst in der Pause rausgehen und du hast die Wiener Altstadt das, was Wien ausmacht.
00:10:33: Wir haben vom Büro Ausblick auf die Oper.
00:10:36: Ich bin davon überzeugt, dass so etwas extrem wichtig ist für einen Kreativitätsprozess.
00:10:41: Das war der erste Punkt.
00:10:42: Da bin ich schon das erste Mal von einem paar Kollegen außerhalb der Firma verrückt erklärt worden.
00:10:50: Weil die sagen, eine Engineering Büro muss irgendwie günstig am Stadtrand oder im klassischen Bürogebäude sein?
00:10:57: Genau also da braucht man nicht so viele Mittezahlen, da gibt es ganz andere Möglichkeiten um den Stadtrand.
00:11:03: aber mir war's einfach wichtig und da habe ich auch wieder die Unterstützung von unserem Eigentümer gehabt der gesagt wenn wir in Wien sind das haben wir entweder am Hauptbahnhof oder im ersten Bezirk ja dann hab ich gesagt Peter wenn Wenn das die zwei Möglichkeiten sind, dann brauchen wir am Hauptbahnhof gar nicht suchen.
00:11:21: Weil der Hauptbahnhoff ist natürlich das Zentrum und so ein größter Kundesitz da.
00:11:26: aber ich bin von der Architektur des Hauptbahn hofs alles super schön.
00:11:30: Aber wenn du nicht weißt dass du in Wien bist ja Diese Gegend, was da entstanden ist.
00:11:36: Was ein großartiges architektonisches Projekt ist könnte in jeder anderen Stadt stehen.
00:11:39: Ja
00:11:39: ja ja und du wolltest zu sagen den Wiener Flair als USB mitnehmen?
00:11:44: Wenn schon Wind dann richtig wind.
00:11:45: an erster Bezirk Altstadt Blick auf die Oper Kaffeemaschine, die alle Sticken spielt.
00:11:50: bei uns muss es gut einen Kaffee geben im Büro.
00:11:53: so haben wir angefangen.
00:11:55: also das war der erste Punkt.
00:11:56: Der zweite Punkt war wie machen wir jetzt Rekruttingen Herr Körmlich, Ingrid Hinserate schalten.
00:12:04: Nein wir haben mit einem Start-up zusammengearbeitet was spezialisiert war auf Social Media Recruiting.
00:12:11: Es waren damals zwei Leute mittlerweile sind das auch acht Leute.
00:12:14: also die sind mit uns wirklich mitgewachsen.
00:12:17: und ja die haben dann eine Kampagne aufgestellt.
00:12:23: Wir haben fünfzig Stellen ausgeschrieben und haben in einer verkürzester Zeit sechshundert Bewerbungen gehabt.
00:12:33: Das war wirklich eine extrem spannende Zeit.
00:12:38: Und das war der Moment, wo ich dann gemerkt habe...
00:12:40: ...das Hip-Hop.
00:12:41: Also das geht richtig!
00:12:44: Da geht noch mehr und haben immer mit fünfzehn Ingenieuren alle drei Monate einen neuen Mitarbeiter begonnen weil wir gesagt haben okay Mir ist auch wichtig, ich will keine hohe Personalflugtation ganz ausschließen.
00:13:01: Kannst das eh nicht?
00:13:02: Aber ich wollte keine Stimmungen in die Firma reinbringen.
00:13:06: Ich schleich mir wieder an.
00:13:09: Und für den haben wir da wirklich intensiv diesen Onboardingprozess gestaltet und es war eine lustige Entwicklung.
00:13:18: Du sagst das einmal ganz locker!
00:13:20: Die ersten drei Monate schicken wir die Fünfzig-Engineure praktisch in die Schweiz zur Einschulung.
00:13:27: Ich weiß meine nächste Frage, wie schafft sie sozusagen die Kultur?
00:13:30: Dass das bei so schnellem Wachstum gelingt?
00:13:32: und...
00:13:33: Sehr gute Frage!
00:13:34: Das war nämlich ganz wichtig.
00:13:36: Wie schnell kriegen wir die Leute, die jetzt von einem prozessorientierten Unternehmen kommen?
00:13:42: Wie schnell bekommen wir bei denen diese Stadler DNA rein?
00:13:45: Und da war ganz klar ... Die Leute müssen die Stadlern DNA vor Ort spüren in einem Werk Und egal ob der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin jetzt schon... ...fünfzehn Jahre in der Baumbranche war.
00:13:57: Wir haben sie einfach einmal in einen Blaumann gesteckt und in die Fertigung.
00:14:00: Also die haben einfach mal Risiko dabei.
00:14:03: Ja, ja!
00:14:06: Das sagt sich aber so leichter.
00:14:08: Weil es dann in die Ausführungsphase kommt, dann realisierst du relativ schnell.
00:14:12: Fünfzig Leute in die Schweiz fliegen am Montag hinfliegen, am Freitag zurückfliegen ganze Woche Hotel.
00:14:19: Das kostet richtig gut.
00:14:22: Dann fangst du ein bisschen an zum Nachdenken, welche Alternativen haben wir.
00:14:27: Damals haben wir etwas gemacht, was auch einzigartig war in Österreich und was sich herumgesprochen hat, dass wir halt anders sind und richtig coole Sachen machen.
00:14:38: Wir haben das Training on the Train erfunden!
00:14:41: Das heißt und das Glück des Düchtigen gehabt, die Westbahn hat damals gerade beschlossen dass sie Wien Prägens fahren.
00:14:48: Also nicht mehr nur Wien Salzburg oder Wien Innsbruck sondern bis noch Prägenz.
00:14:52: Und unser Werk in St.
00:14:53: Margareten ist dann für Prägens eigentlich eine Merk-Hartzensprung.
00:14:58: Jetzt haben wir nicht praktisch fünfzig Leute hingeflogen, sondern haben sich in den Zug gesetzt, Trainer von der Schweiz sind da früh nach Wien geflogen und haben mit der Westbahn eine Vereinbarung gemacht, dass wir den vordersten Wagen exklusiv für uns haben.
00:15:15: Und haben dort praktisch eine Schuljasse eingerichtet.
00:15:18: Dann haben die Leute die acht Stunden Zugfahrt von Wien nach Bregen zum Training genutzt.
00:15:24: Gleich im Zug?
00:15:25: Ja!
00:15:26: Der Zug kostet nicht so viel wie fliegen.
00:15:29: Es war auch noch super, weil du praktisch im Zug gleich zeigen konntest.
00:15:32: Das haben wir so konstruiert, das hat man vielleicht...
00:15:35: Also
00:15:37: das war eine ganz coole Entwicklung.
00:15:41: Ja
00:15:41: sehr smart!
00:15:42: Weil du gesagt hast, extremer Volksgeschichte.
00:15:45: Lass uns vielleicht kurz teilhaben.
00:15:47: Du hast seit ÖBB größter Kunde da.
00:15:51: Was du erzählst, was du erzählt hast, finde ich es ja publik.
00:15:53: Aber was ist denn da gelungen zu sagen auf der Vertriebsseite?
00:15:58: Ich bin ungern ein Mensch, der sich mit fremden...
00:16:01: Aber damit mein Einort sein kann.
00:16:02: Wie ihr da abgehoben seid?
00:16:04: Also
00:16:05: ich kann sagen die große Rahmenvereinbarung mit der ÖBB über die Doppelstockzüge.
00:16:10: Ja
00:16:10: weil ich glaube das ist ja auch medial ganz stark.
00:16:12: Genau.
00:16:13: Die ist am gleichen Tag unterschrieben worden wie meinen Dienstvertrag.
00:16:16: also das hat das Vorgängerteam wirklich exzellent gemacht aber nichtsdestotrotz diese Züge dann jetzt praktisch in den Betrieb zu kriegen was jetzt noch nicht in den nächsten Wochen passiert.
00:16:28: Ich glaube, da haben jetzt die Verantwortlichen im Projekt vor Ort in der Schweiz schon auch mitbekommen.
00:16:34: Es macht echt Sinn, dass man diesen Standort vor Ort hat nahe am Kunden, nahe an der Behörde und den Zulassungsprozess – und da können wir wirklich was dazu beitragen!
00:16:46: Was wir als Standard in Österreich schon hinbekommen haben ist eben dass wir eine Ausschreibung über bis zu hundertzwanzig Akku-Fleurzüge, also Batteriezüge geworden
00:16:59: haben.
00:17:00: Für höhere Hörerinnen die nicht so pampigeistert sind?
00:17:03: Was ist das denn zugehen?
00:17:04: Im Prinzip ist es ein ganz normaler Zug.
00:17:06: Der hat halt keine Oberleitung.
00:17:08: Also er brachte praktisch aus der Batterie und hat auch die Batteriepakete drauf.
00:17:15: Und das ist im Nachhinein gesehen eigentlich richtig coole Geschichte weil sich diese Batterie-Technologie ebenso weiterentwickelt hat, dass man heute sagen kann, Österreich hat ein Elektrifizierungsgrad von seventy drei Prozent.
00:17:28: Jetzt könnte man natürlich die Schweizer Strategie verfolgen, hundert Prozent Elektrifiziertierung – alles muss elektrifiziert sein ist nach wie vor die effizienteste Variante.
00:17:38: aber die Nachrüstung einer Infrastruktur mit einer Oberleitung, das kostet richtig Geld.
00:17:46: Ja wahrscheinlich auch und?
00:17:47: Genau!
00:17:48: Und dann hast du eine Baustelle, dann kannst du wieder nicht ständig fahren.
00:17:52: Dann verlirst du unter Umständen wie der Fahrgeste, weil es zwischendurch aufs Auto umsteigen.
00:17:57: Mit diesen Zügen kannst du, und wir haben jetzt mittlerweile wirklich alle Strecken analysiert.
00:18:03: Kannst du alle Streppen die nicht elektrifiziert sind befahren?
00:18:07: Weil
00:18:07: die Strecken immer so lang sind dass das die Batterie nicht tragt oder nicht so steil oder weil du sagst analysiert
00:18:12: Ja, die Streken stehen zum Teil schon auch lange aber wir haben die Technologie erstens einmal soweit entwickelt also die Reichweite der Batterien sind mittlerweile deutlich besser.
00:18:24: Wir haben dann aber auch einen Punkt aufgenommen.
00:18:26: Es hat sehr oft gezeigt, dass du mit so einem Akkuzug eine Strecke fahren kannst.
00:18:30: Du kannst praktisch ins Tal reinfahren und dann ist der Akku aus.
00:18:34: Und dann hast du natürlich das Problem, dass nicht mehr ausser kommst.
00:18:37: Dann haben wir noch die Sonderheit, dass wir in der Bahntechnologie im Bahnverkehr nicht fünfzig Hertz Frequenz haben an der Oberleitung sondern sechzehn zwei Drittel was in den normalen Orten was fünfzig Herz heißt.
00:18:51: Also du kannst praktisch auch nicht nachladen.
00:18:55: Und jetzt haben wir praktisch die Züge so entwickelt, dass du mit fünfzig Hertz eine Batterie laden kannst, die da mit sechzehn-zwei Drittelhertz fährt und damit ist das Thema eigentlich erledigt.
00:19:05: Das heißt
00:19:05: Fahrt rein in Stahl wird geladen wie auf Auto, Fahrt wieder außer.
00:19:09: Genau!
00:19:09: Und das ist natürlich jetzt gerade in Zeiten... also da haben wir jetzt auch wieder ein bisschen das Glück des Tüchtigen, würde ich behaupten.
00:19:16: Jetzt haben wir Sparpaket.
00:19:18: jeder muss sparen, jeder muss seinen Beitrag dazu leisten.
00:19:21: Wir haben echt eine Technologie, wo ich sage da kann sich der Staat Geld ersparen indem wir einfach diese Elektrifizierung von Nebenbahnen dass man sich die einspaut und praktisch einen Akuzug verwendet.
00:19:36: Das ist glaube ich ganz eine wichtige Entscheidung auch weil sehr oft werden Nebenbahnen ja auch hinterfragt, weil die Investitionen in die Infrastruktur sind.
00:19:42: Wenn man
00:19:42: sagt was lasst muss auf oder steht etwas still?
00:19:44: Ja genau, dann fährt mein Bus ja.
00:19:48: Also wir haben die Erfahrung gemacht, dort wo diese Züge fahren steigen auch die Passagiersäulen.
00:19:53: Die Zukunft der Mobilität muss schneller und grüner werden.
00:19:56: Christian Diewald führt mit Stadler Austria einen echten Gamechanger am Weg zur Decarbonisierung des Verkehrs.
00:20:03: Nächste Woche hörst du wie Stadlar die Mobilität der Zukunft prägen möchte!
00:20:07: Ich freue mich wenn du nächsten Donnerstag wieder mit dabei bist.
00:20:10: Folge uns gerne auf LinkedIn.
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