Folge 163 Carmencita Nader - (1/2): Die Zweite Sparkasse
Shownotes
Mehr zu die Zweite Sparkasse findest du auf der Website: https://www.sparkasse.at/diezweitesparkasse/bank-fuer-hoffnungstraegerinnen
Hier erfährst du mehr über Carmencita Nader](https://www.linkedin.com/in/carmencita-nader-43762a57/))
Wir sind Business Gladiators
Wir sind Partner für CEOs, die Großes vorhaben. Und helfen ihnen dabei, ihre Unternehmen - und Teams - dafür auf Kurs zu bringen. Ob strategisch, kulturell oder beides: Wer Transformation schaffen will, braucht Kraft. Schubkraft. Denn nur wenn alle mitziehen, dreht sich was. Dazu braucht es mehr als Berater. Es braucht einen zusätzlichen Motor im Getriebe. Dieser Motor sind wir.
Wenn du mehr über uns und unsere Arbeit erfahren möchtest, schau gerne auf unserer Website vorbei:
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben von Anfang an ein tiefes Grundverständnis, warum wir hier sind für wen wir hier ist und wie wir gemeinsam ineinandergreifen um diesen Purpose auch zu erfüllen.
00:00:09: Kamensitannada ist Vorstand der zweiten Sparkasse einer Bank die das Ziel hat tausenden Menschen eine echte zweite Chance zu geben.
00:00:17: Wie führt sie eine Bank deren Erfolg daran gemessen wird ob es gelingt Kundinnen wieder zu verlieren?
00:00:23: Mehr noch wie managet Sie über drei hundert achtzig ehrenamtliche Kolleginnen in ganz Österreich verbunden nur durch einen zentralen Purpose.
00:00:32: Du bist Vorständin der zweiten Sparkasse.
00:00:50: Du leitest das Social Banking bei der Erste Bank, also allein das schon sind ja unfassbare Jobs die du da machst.
00:00:57: vielleicht erzähl kurz speziell und deswegen bist du hauptsächlich da.
00:01:00: Was machst du bei der zweiten Sparkasse?
00:01:02: Was ist dein Antrieb?
00:01:04: Seit wann gibt es das?
00:01:04: Ich glaube wir sind im zwanzigsten Jahr des Bestehens.
00:01:06: Es ist ein Riesenglück dass das jetzt zusammenfällt.
00:01:09: Einmal zählen.
00:01:09: kurz bitte!
00:01:11: Danke dir für die Einladung.
00:01:12: ich freue mich wirklich sehr.
00:01:14: Die zweite Sparkasse ist uns das vollkommen Recht schon zwanzig Jahre alt dieses Jahr und ist Österreichs einziges ausschließlich sozial orientiertes Bankinstitut.
00:01:27: Und nicht nur das, wir sind nicht nur nicht profitorientiert und unsere Kundinnen sind auch Menschen die es gerade wirklich besonders schwer haben im Leben Sondern wir sind auch ausschließlich ehrenamtlich geführt im Tagesgeschäft.
00:01:42: Das heißt, ich arbeite jeden Tag gemeinsam mit meinen mittlerweile über dreihundert-achtzig ehrenamtlichen Kolleginnen Österreichweit um Menschen zu begleiten eingebettet nicht nur bei uns in unserer Service sondern gemeinsam mit ganz tollen NGOs die uns auf der sozialarbeiterischen Seite
00:01:59: unterstützen.
00:02:00: Da ist schon so viel Training wo ich nachfragen muss.
00:02:02: Im Vorgespräch hast du was erzählt?
00:02:04: bei sieben und zwanzigtausend Menschen, denen ihr helfen, die ihr begleiten konntet.
00:02:10: Vielleicht sag kurz, was macht Sie für die?
00:02:13: Was kriegen die bei euch?
00:02:14: Was sie vielleicht woanders auch gar nicht bekommen
00:02:16: können?".
00:02:18: Die zweite orientiert sich sehr stark an dem Grundsatz des Social Banking.
00:02:21: Das hat gesagt ich bin ein Socialbänkerin im Brotberuf auch – das ist es!
00:02:25: Wir bemühen uns als Socialbanker dass wir immer dann ins Spiel kommen wenn mit einer Bankdienstleistung ein sozialer Mehrwert erwirtschaftet kann.
00:02:32: Das ist aber keine Spende, das ist auch keine Almose in Gottes Namen.
00:02:36: Dass es wirklich ein Versuch mit der Bankdienstleistung Menschen zu ermächtigen und zu stärken in einer Phase wo sie vielleicht ganz andere Themen im Sinn haben und vor Augen haben.
00:02:45: Es geht um finanzielle Inklusion weil wir verstanden haben dass wenn du selber keinen guten Zugang hast oder an eigenen Finanzen dich das wahrscheinlich sehr stark daran hindert wieder stärker zu werden und auch wirtschaftlich teilhaben zu können.
00:02:59: Was ist der Grundgedanke?
00:03:00: Und in der zweiten, leben wir das ganz proaktiv dadurch.
00:03:03: Dass wir eigene Bankangebote haben für unsere Zielgruppe die genau dann helfen sollen und dort helfen sollen wo sie sich gerade befinden.
00:03:09: Das sind zum Beispiel Menschen die gerade durch den Privatkonkurs gehen Dein klassisches Konto nicht mehr gut funktioniert Die mehr Zeit brauchen, die vielleicht eigene Kontomotellösungen brauchen.
00:03:19: Das können wir dann bieten.
00:03:20: Es sind doch vielleicht Menschen, die aus einer Suchterkrankung kommen und gerade rehabilitieren.
00:03:25: Es ist ein Menschen, der eine Zeit im Gefängnis verbracht haben.
00:03:29: Und es sind auch Menschen, mit denen nicht viel Glück hatten – familiär!
00:03:34: Und jetzt gerade am Sprung von einer betreuten Wohneinrichtung ins eigenständige Leben sind und hier von uns Zeit- und Rüstzeug bekommen.
00:03:43: Unsere Bankangebote Ich sag's ganz klar, ein Bankkonto ist ein Bankkonter.
00:03:48: Ja das ist jetzt nicht... Die Infrastruktur dahinter ist nicht die Leistung per se.
00:03:53: Die Leistungen sind unsere Mitarbeiterinnen, die ohne Verkaufsdruck sich unfassbar viel Zeit für jede einzelne Person nehmen können und genau dort begleitend helfen können wo die Person das gerade braucht.
00:04:05: Wenn es darum geht, welche Daueraufträge richtig ein.
00:04:07: Worauf muss ich achten?
00:04:09: Wenn's darum geht vielleicht eine betreute Kontolösung die von der Schuldenberatung angeboten wird zu nutzen oder wenns darum geht dass ich zum dritten Mal mein Bankomatkarten verloren habe ja dann ist das halt so.
00:04:19: Dafür haben wir Zeit und die können wir jeden und jeder einzelnen geben.
00:04:24: Das klingt super spannend.
00:04:25: wie.
00:04:25: du hast jetzt wie gesagt da gleich einige Themen aufgeworfen wo ich natürlich nachfragen darf und muss wenn ich dafür versuche.
00:04:34: Du hast gesagt, deine Mitarbeiter sind da ehrenamtlich dabei.
00:04:37: Deine Mitarbeiterinnen und dein Team.
00:04:39: Wie gelingt es?
00:04:40: Weil die daneben am Brotberuf haben oder weil das ist ja teilweise eine komplizierte Beratungsjob und Leistung, den sie da abliefern?
00:04:47: Und wie gelingt das auch dir so ein Team anzuführen, anzuleiten wenn man sozusagen jetzt nicht das klassische hierarchische System hat?
00:04:54: Das ist vollkommen richtig!
00:04:56: Eine Organisation im Ehrenamt oder für ein Ehrenamter ist besonders herausfordernd.
00:05:00: Du brauchst besonders viel Commitment und die intrinsische Motivation von den Kollegen und Kolleginnen sind Themen natürlich der zeitlichen Verfügbarkeit, auch der Frage wie gebe ich Ausbildungsinhalte wirklich gut und strukturiert weiter?
00:05:11: Dass auch jede Person immer voll am Puls der Zeit ist – auch wenn sie mal zwei Wochen netta ist!
00:05:17: Wir behelfen uns da auf ganz unterschiedlichen Ebenen.
00:05:20: aber die wichtigste hast du schon gesagt wir haben eine extrem flache Hierarchie.
00:05:24: Also ich habe meine Vorstandskolleginnen, den Rupirider und die Karin Wocheler.
00:05:28: Und wir haben ein tolles Team das auch noch unterstützt auf Ebene der Prokura.
00:05:33: aber ab dann sind wir quasi hier archielos und wir arbeiten wirklich Schulter an Schulter.
00:05:37: Das ist einmal der allererste große Schritt.
00:05:39: Der zweite ist dass wir natürlich innertlich schon ein paar Voraussetzungen haben.
00:05:43: alle unsere Kollegen und Kolleginnen haben einen Hintergrund in der Sparkassenwelt im ganz Österreich.
00:05:47: das heißt wir können davon ausgehen weil wir ja eine durchaus nahezu vollwertige Bank sind, dass alle Kollegen und Kolleginnen das notwendige Fachliche wissen.
00:05:57: Das
00:05:57: sind eigentlich Profis?
00:05:58: Entweder weil sie selber gerade aktiv im Bankbereich sind oder weil sie Pensionisten aus dem Sparkassensektor sind.
00:06:07: Aber natürlich bekommt auch jeder und jede Mitarbeiterin ein eigenes Ausbildungspaket von uns zu Beginn und dann noch laufend damit wirklich alle Bescheid wissen was die Anforderungen sind.
00:06:16: Weil bei uns verändert sich ja auch viel.
00:06:18: Also Digitalisierung schlägt voll ein.
00:06:20: Prozesse in Banking verändern sich auch bei uns und da musst du alle mitnehmen.
00:06:24: Und das ist turwo spannend, weil meine jüngsten Mitarbeiterinnen sind Anfang zwanzig und meine Eltern sind über achtzig.
00:06:31: Und Menschen lernen ja auch anders.
00:06:33: Das unterzubringen ist an sich schon unfassbar spannend.
00:06:39: Weil du sagst, die Jüngsten zwanziger, ältersten, siebzig-achtzig plus?
00:06:45: Wie kriegst du da in diesen verschiedenen Altersgruppen mit verschiedenen Backgrounds, natürlich alle in den Sparkassenwelt?
00:06:50: Sagst du aber trotzdem wirklich andere Jobs gemacht.
00:06:52: Wie verankerst du dort dieses Gefühl... Das ist modern, sagt man das gemeinsam im Purpose, der Zweck, dass das alle verstehen und verstehen war ich ja großer Sache.
00:07:00: oder wissen die das schon wenn sie zu dir kommen?
00:07:03: Das ist tatsächlich für mich ein unfassbarer Vorteil, dass wir alle in der Sparkastenwelt tätig sind.
00:07:11: oder waren Die Sparkassenwelt an sich und die Gründungsgeschichte alleine von der ersten Sparkasse kennt man über zweihundert Jahre vor einem Pfarrer mit einem ganz klaren sozialen Auftrag gegründet.
00:07:23: Und es ist eine Kulturfrage, diese Kultur brauche ich nicht mehr etablieren sondern sie kommt mit den Kolleginnen und Kollegen, die zu mir kommen bereits mit.
00:07:31: Wir haben von Anfang an ein tiefes Grundverständnis warum wir hier sind für wen wir hier Und wie wir gemeinsam ineinandergreifen, um diesen Purpose auch zu erfüllen.
00:07:40: Das brauche ich nicht neu verhandeln und das ist eine unfassbare Leichtung.
00:07:43: Du
00:07:43: hast gesagt es gibt ein bisschen Grundgedanken, der natürlich eben auch einen Purpose Menschen zu helfen und zu schützen, du hast das kurz angerissen.
00:07:52: aber es ist natürlich schon noch das Zweck dass am Ende dort Business entsteht oder dass dort Zielgruppen für das Unternehmen vielleicht doch für die erste Bank irgendwann am Weg entstehen?
00:08:04: vorher einmal kurz angeln lassen.
00:08:07: Social Banking nicht als Almose, nicht als Spende.
00:08:10: Wir sind vielleicht nicht gewinn maximierend aber es ist durchaus mein und auch von meinen Kollegen und Kolleginnen das bestreben dass wir nachhaltig arbeiten können, dass wir einen Geschäftsbereich aufbauen der sich selber trägt und der auch eine Geschäftsbeziehung mit den Kunden und Kundinnen etabliert, die auf Augenhöhe ist.
00:08:30: Das heißt wir haben keine Geber- und Empfängerhierarchie sondern wenn du bei mir Kunde oder Kundin bist dann bezahlst du auch bis zu einem gewissen Grad für die Leistung du bekommst.
00:08:38: und ich habe auch eine Erwartungshaltung an dich in unserer Kundenbeziehungen Und das leben wir ganz stark und dass es auch wichtig damit sich unser Modell trägt eben damit es nicht von einem Tag auf den anderen einmal weg fällt weil es eben Nur etwas ist, was man bespielen kann wenn genug übrig ist dafür.
00:08:53: Weil jemand der bis jetzt gut gemeint hat das nicht mehr will?
00:08:56: Korrekt genau!
00:08:57: Also es kommt wirklich aus einer tiefen Überzeugung und der Wunsch ist tatsächlich dass eine Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe besteht mit allen Kunden und Kundinnen in der Social Banking und ganz besonders der zweite Sparkasse.
00:09:07: Und na klar dieses geben is keine Einbahnstraße.
00:09:10: Auf der einen Seite...und finde ich was da sollten wir feiern macht ein super gutes Gefühl Wenn du das was du ohnehin gut kannst auf dem Weg einbringen kannst.
00:09:19: Aber auf der anderen Seite entwickelt damit ja auch oder unterstützt sich Menschen in ihrer Entwicklung.
00:09:25: Und das ist ja die Grundlage von meinem Geschäftsmodell, auch als Bank im weiteren Sinne – dass ich mündige Menschen habe, die sich mit ihren Finanzen wohlfühlen, jetzt auch wenn sie nicht einen lustvollen spielerischen Zugang haben, dass sie sich zumindest gut auskennen und das Gefühl haben Ja nach so unsoviel Jahren bei der Zweite bin ich jetzt soweit.
00:09:41: Jetzt gehe ich zu einer klassischen Geschäftsbank, welche auch immer da sein mag.
00:09:47: Wie du dazugekommen bist, das ist fünf, sechs, sieben Jahre her.
00:09:51: Was war so dein Blick auf die Dinge?
00:09:53: Was war ein erster Fokus, den du gehabt hast.
00:09:55: Was wolltest du vielleicht auch
00:09:57: verändern?".
00:09:59: Eine Sache, die mich extrem beeindruckt hat und ein bisschen habe ich mich natürlich schon eingelesen und die zweite kennengelernt im Vorfeld war das nichts in der zweiten jemals entstanden ist ohne dass die Kundinnen und Kunden aber auch die Sozialorganisation mit denen wir arbeiten eingeborenten worden sind.
00:10:16: Das heißt, du hast niemals eine Situation wo sich fünf, sechs, sieben Bänke im Raum einsperren und die Welt neu erfinden.
00:10:21: Und dann ist das ein Rohrkrepierer vor dem Herrn.
00:10:23: Sondern es sind immer Ideen, die an uns herangetragen worden sind.
00:10:28: Mit meiner Ernennung zur Vorständin und mit dem tollen Team, mit dem wir arbeiten haben, haben wir uns dann vorgenommen dass wir so einen Prozess einer Strategieprozess widerstarten und einfach einmal abfragen wie ist denn die gesellschaftliche Großwetterlage, was sind Bedarfe die sich vielleicht entwickelt haben innerhalb der letzten paar Jahre und wo können wir einen Mehrwert bitten?
00:10:47: Und das hat sich da etwas ganz Spannendes herauskristallisiert.
00:10:51: Als Zweite haben wir sehr stark in der Vergangenheit – und das tun wir auch weiterhin – gewirkt bei Menschen, die zum Beispiel schon in der Überschuldung sind und im Privatkonkurs.
00:11:00: Da sind wir die besten!
00:11:02: Es gibt keine bessere Begleitung bankseitiger als uns hierfür.
00:11:05: Das tun wie gut und das werden wir immer weiter
00:11:07: tun.".
00:11:07: Aber wenn du dir die Statistiken der Armuts- und Ausgrenzungszahlen in Österreich anschaust, die auf den ersten Blick sehr stabil wirken, siehst aber das in diesen Statistik doch eine immense Dynamik ist.
00:11:19: Und zwei der Zielgruppen, die besonders betroffen sind, sind junge Erwachsene oder brauchen eigentlich gar nicht viel Gendern – Alleinerzieherinnen!
00:11:30: Wir haben uns vorgenommen nach vielen, vielen Gesprächen.
00:11:32: Wir haben fast ein Jahr lang wirklich Gespräche geführt wirklich ausschließlich zugehört, haben wir beschlossen stärker in den präventiven Fokus zu gehen.
00:11:40: Stärker im Bereich der Finanzbildung und Bankleistungsgestaltung für Menschen die jetzt an einem wesentlichen Punkt in ihrem Leben sind wo sich ein bisschen entscheidet.
00:11:49: so einen Tipping Point stabilisiere ich jetzt oder können es auch schwierig werden für mich dort reinzugreifen und eher präventiont tätig zu werden.
00:12:00: Und das verfolgen wir mit aller Kraft seit wenigen Jahren und das schaut sehr gut aus.
00:12:07: Du hast da angefangen, du hattest auch Themen gegeben wo du gesagt hast eben jetzt sozusagen aus der erste Bank kommend oder gesagt hast dass will ich bewusst nicht machen in der zweiten Sparkasse?
00:12:19: Das will ich bewusst gerne anders machen.
00:12:21: kann ich dort vielleicht auch.
00:12:24: wir versuchen immer einfacher zu sein und einfach zu wirken als bankklassisch wie wir es kennen.
00:12:32: Das ist jetzt eine total spannende Phase.
00:12:34: Das ist ein wirklich spannender Punkt, den du gerade angesprochen hast.
00:12:37: In der Vergangenheit war es so.
00:12:38: wenn ich bewusst einfach sein wollte habe ich sehr stark manuelle Prozesse gehabt.
00:12:42: Sehr viel zwischenmenschlich auch vielleicht ein bisschen mehr Papier einmal.
00:12:46: aber grundsätzlich habe ich geschaut dass ich sehr Starkanalog arbeite und wir sind jetzt an so einem spannenden Punkt wo ich eigentlich auch als zweite Sparkasse muss.
00:12:55: sich meine Kunden und Kundinnen verjüngern natürlich.
00:12:58: Wo das ganze Umfeld in dem wir leben anders ist stichwort AI Wo ich mir tatsächlich überlegen muss, bin ich nicht die kompliziertere.
00:13:06: Wenn ich weiterhin sehr stark analog arbeite und muss sich nicht schauen dass ich selber digitaler werde.
00:13:11: Und das ist eine unfassbar spannende Zeit, die wir gut bewältigen werden aber auch hier wieder das mitnehmen aller Altersgruppen nicht nur bei den Mitarbeiterinnen sondern auch bei den Kunden und Kundinnen.
00:13:22: Das ist sicherlich einer Sache wo wir als zweite vom Sparkassensektor lernen müssen und dürfen
00:13:27: weil du sagst die Digitalisierung Ist gerade für junge oder Kaisierung und Digitalisierung ist gerade für Junge so ein Mittel um Zugänglichkeit zu schaffen.
00:13:39: Ist das was dahinter steckt schon?
00:13:40: Weil viele von denen gar nicht mehr gewohnt sind, persönliche Banken aufzusuchen und sagen eigentlich hätte ich gerne meine App oder was auch immer.
00:13:49: Und
00:13:51: wenn ich mit meinen Eltern spreche die sagen sie wollen zur Bank gehen und sie möchten eine Ansprechpartnerinnen reden.
00:13:57: Voll okay, voll fein!
00:13:59: Wenn ich mit jungen Menschen spreche, mit denen ich jetzt auch im Rahmen der Zweite zu tun habe für die ist das mega aufwendig wenn sie da irgendwo hin marschieren müssen.
00:14:06: also die wollen von Finanzbildungsangeboten bis hin zu einfachen Transaktionen die möchten dass auch vorwiegend übers Handy machen und dem muss man halt auch einfach Rechnung tragen.
00:14:20: Wir haben kurz darüber gesprochen.
00:14:22: Sie haben so viele Menschen unterstützt und begleitet.
00:14:27: Wie misst sie den Erfolg?
00:14:29: Wann ist etwas erfolgreiches?
00:14:31: Wir kommen beide aus der Wirtschaftswelt, wir sind im Podcast Lied auf Transformation.
00:14:37: Wie bemisst sich harter auch wirtschaftliche Erfolg aber wie bemisst sich es natürlich auch den Kunden gegenüber?
00:14:43: weil die sind vielleicht jetzt anders gebaut... Also wie tut ihr das?
00:14:48: Das ist die Königsdisziplin des sozialen Unternehmens.
00:14:51: Deswegen erlaube ich mir sie, wenn dann dir zu
00:14:53: fragen... Die Wirkungsmessung!
00:14:56: Wir messen unterschiedlich aber wir haben einen Fixpunkt und der spätestens alle zwei Jahre dürfen wir gemeinsam mit der ersten Gruppe teilnehmen an der Wirkumsmessungen.
00:15:05: da werden unsere Kunden basierend auf einer Methodik, die mit der Wirtschaftsuniversität Wien entwickelt wurde befragt Und diese Befragung geht von der allgemeinen Zufriedenheit mit den Services Bis hin zu Themen.
00:15:19: rundum bin ich zuversichtlicher, fühle ich mich gesünder.
00:15:23: Aber natürlich auch Hard Facts.
00:15:25: wie kann ich meine Ausgaben nun nicht nur bei Semplig behalten sondern auch wirklich regelmäßig gut bedienen?
00:15:31: Ist mein Schuldenstand stabil oder hat er sich reduziert?
00:15:34: und immer aber ganz klar mit der Konnotation hat die zweite dazu beigetragen und auch immer die Möglichkeit...
00:15:39: Ist das zufällig passiert
00:15:39: oder...?
00:15:40: Genau!
00:15:40: ...sicht er auch klar und offen in Kommentaren zu äußern.
00:15:44: Unser Zugang ist ja auch ganz klar, also fail fast und einfach realistisch bleiben.
00:15:49: Wenn ich merke dass eine Maßnahme die ich setze nicht ankommt oder nicht funktioniert... Ich probiere es einmal zweimal.
00:15:56: Ich drehe auch Themen ab wenn ich merken das sie nicht wirken weil mein oberster Auftrag ist eine Wirkung zu erzielen in der Stabilisierung meiner und in der Bestärkung meiner Kunden und Kundinnen.
00:16:05: Und wenn ich das nicht schafft dann darf das Thema auch wieder ziehen.
00:16:08: Die letzte Auswertung ist gerade frischer auf unserer Website durchgehend, dass ein überwiegender Anteil der Kunden mit unseren Leistungen zufrieden ist und auf eine Art und Weise profitiert wie wir es uns nur in unseren Künstenträumen wünschen dürfen.
00:16:23: Und das bestärkt uns
00:16:25: sehr.
00:16:26: Wir haben uns das angeschrieben.
00:16:27: Es ist beschwerbeeindruckend.
00:16:29: Zeigt doch, dass es da seit zwanzig Jahren gibt.
00:16:31: die Sache – und ich muss nicht erlaubt mir trotzdem Fragen – gibt's Dinge, nicht geklappt haben, die nicht funktioniert haben.
00:16:38: Das ist ein Fehler!
00:16:39: Weil gerade unsere Hörerinnen und Hörern natürlich gerade von erfolgreichen Menschen noch hören wollen... Ja was kann also jemand der viel Verantwortung tragt?
00:16:47: Worauf soll ich achten?
00:16:50: Welchen Fehler muss ich nicht selbst begehen?
00:16:53: Zum Beispiel die Frage wer ist mein Publikum oder meine Zielgruppe?
00:16:57: Ich glaube das sind eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen Und in unserem Strategieprozess haben wir eine Zielgruppe definiert.
00:17:04: Das waren Menschen, die ihn sozialen Märkten einkaufen und wir dachten uns das wäre doch, partnerschaftlich mit NGOs könnte es ein Thema sein dass auch Menschen dem Sozialmarkt sind Interesse haben an unserer Bankdienstleistung.
00:17:18: Und das war in der Recherche sehr vielversprechend, dass wir hier die Leute erreichen, die wir erreichen wollen und in der Praxis hat das überhaupt nicht funktioniert Aus ganz vielen Gründen nicht.
00:17:32: Angefangen davon, dass grundsätzlich Menschen sehr gezielt in den Sozialmarkt gehen und überhaupt kein Interesse da jetzt haben, da irgendwas zu nehmen was da aufliegt.
00:17:41: auch das Konto-Box-Modell ist nicht unendlich gut angekommen war viel zu kompliziert.
00:17:46: Auch die Frage ist gewährleistet also eine laufende Betreuung und Begleitung durch eine soziale Organisation etwas was ich ja eigentlich voraussetze.
00:17:54: Also in Summe mussten wir es einfach abdrehen Und da ist doch sehr viel Herzblut hineingefliessen Und das ist ein Fall, wo ich sage, dass es okay
00:18:01: ist.
00:18:01: Das hat einfach nicht geklappt!
00:18:03: Und auch eine absolute Klasse und Stärke, wenn man dann noch sagt, man beendet oder macht's anders.
00:18:07: Hört euch dazu!
00:18:09: Nächste Woche gehts weiter – wir sprechen darüber was Profitunternehmen von Non-Profit-Organisationen lernen können.
00:18:15: Ich freue mich, wenn du jetzt den Kanal abonnierst und nächsten Donnerstag wieder mit dabei bist.
00:18:19: Dein Alexander Zauner Bis bald.
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